Ich bin euch noch viele Fotos schuldig, von Rom, Barcelona, Paris ....
Damit die Reihenfolge nicht noch länger wird kommen jetzt ein paar Eindrücke von vor zwei Wochen, aus Köln. Ein schneller Wochenendtrip zur H und H-Tradeshow, ein wenig Arbeit und eine Menge Freizeit. Weil zu zweit ist man bekanntlich schneller als alleine und der beste LG entpuppt sich immer mehr als begnadeter Einkäufer. In so manchem Mann steckt ein kleiner Tuchhändler, würde man gar nicht glauben ;)
Das war gleich beim Einchecken im Hotel eine Riesenüberraschung. Hoch droben hing ein wunderschöner Amishquilt, perfekt genäht, mit dünner Streifenbreite in schöner Ebenmässigkeit. Wirklich ein Prachtstück, natürlich war mein Blick verständlicherweise immer nach oben gerichtet und da so etwas meistens anziehend für herumstehende Hotelgäste ist, waren innerhalb kurzer Zeit alle damit beschäftigt sich den Nacken auszurenken und nach oben zu blicken :)
Dann ging es pfeilschnell zur Tradeshow, wo ein paar Termine zeitlich fixiert waren und es ging sich alles prächtig aus -- der Herr saß dort schon längst gemütlich und signierte Bücher ;) Wenn alle Menschen ein so frohes Gemüt hätten wie Kaffe Fasset, dann würden die Welt in guter Laune versinken. Er ist ein echter Sonnenschein, witzig und zuvorkommend.

Wir hatten es hinterher geschafft uns in ein kultiges Lokal mitten in Köln zu begeben, wo der männliche Teil unserer Wochenend-Arbeitsgemeinschaft sich einem Kölsch und der Fußballübertragung widmen konnte. Wie kann das Leben doch einfach sein! Ich bin kein Fan von Bier, aber ein kleines Kölsch hat mich bekehrt. Was auch immer an dem Getränk anders ist, als an anderen Biersorten ..... das hier schmeckt lecker, und es ist frauenfreundlich-klein. Wenn man das Bier im Wiener Schweizerhaus ansieht bekommt man Angst vor dem Ertrinkungstod, aber so ein leckeres winziges Kölsch ist wirklich eine traumhafte Abkühlung. Dafür muß man Köln wirklich in höchsten Tönen loben ..... aber dafür liebe Kölner, lasst das mit dem "Kaffe" bleiben. Vier Versuche, einer grusliger als der andere ;)

Frühmorgens ging es wieder weiter, der Dom liegt noch ein wenig im Frühdunst, eine wirklich imposante Erscheinung. Und er lag direkt vor unserer Hoteltüre, ein Hüpfer und man war dort. Zu meinen Auswärtsaufenthalten gehört immer ein längerer Besuch der Kirche, wie das sprichwörtliche Amen im Gebet.

Jetzt stellt der Kölner Dom allerdings eine Besonderheit dar. Er ist sehr groß, aber im Vergleich zu anderen Kirchen dieser Größe ist nichts drin. Er muß in früherer Zeit sehr wohl gut "gefüllt" gewesen sein, warum aber auch immer zieht sich die Schönheit des Doms in den nichtöffentlichen Teil zurück. Der Schrein der heiligen drei Könige ist nicht sichtbar, zumindestens kann er mehr erahnt als gesehen werden. Wenn man durch alle möglichen Gitter spechtelt, dann sieht man im vorderen Altarbereich den Dom, wie man ihn sich eigentlich vorgestellt hat. In die Mitte des Doms wurde aber ein "Volksaltar" gebaut, eines dieser Holzpodeste auf die man ein paar Stücke Einrichtung stellt, um näher beim Volk zu sein. Dadurch ist der vordere Teil komplett abgetrennt und damit für Gläubige verloren.

Für die Leere der Schatzkammer können sie allerdings wirklich nichts dafür, in den 70ern wurde die Schatzkammer von Räubern in Bergsteigerausrüstung heimgesucht, alles was wertvoll und transportabel war wurde durch ein kleines Fenster über ein dort stehendes Baugerüst entfernt. Die Beute betrug ca. 15 Millionen Mark -- man kann den Dom also als geplündert betrachten.
Ein paar prunkvolle, gestickte und gewobene Gewänder, zeugen noch von dem eigentlichen Schatz den die Domschatzkammer einst beherbergen konnte. Exquisite Stickereien, eingewobene Goldfäden, dazu noch einige handgeschnitzte Elfenbeinstücke sind jetzt noch in der Schatzkammer zu sehen.
Ein Bild für meine Sammlung an Wasserspeiern!
Und dort war es einfach herrlich! Es gibt beim Lindt-Schokoladenmuseum eine Plattform, wo man über Köln blickt und der Wind über den Rhein weht. Die Donau ist ein Rinnsal dagegen, der Rhein ist imposant und es riecht dort so gut nach Fluss. Die Sonne war uns sehr gut gesonnen an diesem Tag, das war wie geschenkter Urlaub zwischendurch. An der rechten Flusseite ist übrigens die Stelle, wo die Currywurstbude des Kölner Tatorts beim Dreh stationiert ist. Und punkto Essen ..... GOSCH! Warum gibt es keinen Gosch in Wien? Ich hätte mich dort allein davon ernähren können, was man uns hier in Wien bei Nordsee und Co serviert ist ein schwacher Scherz dagegen. Ich muß nach Sylt ........ ;)