Sonntag, 22. Januar 2023

So wenig Schlaf - so viele Ideen

 Zu wenig Schlaf zu bekommen weil die Familie eben gerade mehr Fürsorge braucht (der Junior wäre es diesmal gewesen - aber ist es nicht er, ist es jemand anderer, bis zum Hundchen hatten wir heuer schon alles) heisst aber auch, sich Nachts mit einem Sketchbook bei Mondenschein etwas einfallen zu lassen weil es sich erst gar nicht lohnt einzuschlafen.

Und somit bin ich jetzt offensichtlich locker fünf Jahre voraus was Planung oder Ideen betrifft, und was jetzt wenn mir noch etwas einfällt? Weiter den Schlaf streichen und nähen :) Das nennt man Planung!

Bei meinem Projekt, das ich ja diesmal geführt von anderen Quiltern mitmachen möchte, ist der Stay at Home round robin im Fokus. Mein Mittelteil ist gebügelt, aus der Orphankiste befreit, da lag es ja schon länger nicht mehr weil es mir leid getan hat. Es hat viele Stunden gebraucht es zu applizieren, also sollte es auch einen würdigen Rahmen bekommen. Tja, das ist DIE Gelegenheit denkt man sich und wartet gespannt ob es auch klappen wird, mit den Rändern.

Dann fuddle ich an Minihexagonen herum, nur die Quiltgöttin weiß, was mir da eingefallen ist. Aber egal, auch das näht sich schön dahin. Dazu noch meine angedachten fliegenden Gänse, die seit Jahrzehnten in meinem Kopf geistern, und da bin ich mit meinem Monatsziel aber schon ganz schön in der Spur, das könnte sich ausgehen.

Und last but not least - mein Chakrenquilt. Den will ich schon so lange nähen und wenn alles mit der Zeit klappt, dann gibt es die Anleitung (also "Anleitung" ist ein wenig übertrieben, das sind Samplerblöcke) online. Wo, weiß ich noch nicht ganz genau. Da es ja den Quilt bisher nur als Sketch gibt. Die Farben der Chakren sind genial, das geistert auch schon so lange bei mir herum.

Sonntag - ich mache mich jetzt über die Miniboxen her, und wünsche Euch ein tolles Restwochenende!

... die klitzekleine Vorschau auf die Minibox ;) Abwarten! 





Samstag, 21. Januar 2023

Die Abenteuer von Romy der Maus - Besuch aus Frankreich

 Bei uns ist alles weiß heute - das war ja ein AHA Moment heute früh, ich dachte mir noch was die Hunde da so lustig finden beim Hinaussehen in den Garten .. ja klar, die freuen sich immer über Schnee.

Und da ich jetzt nicht gewillt bin auch nur einen Fuß aus dem Warmen da hinaus zu setzen in der Früh bin ich herumgestrichen im Internet und habe die "Abenteuer von Romy" entdeckt. Romy ist eine kleine Maus, und die Quilterin hat winzige Teile appliziert, mit so einer Geduld, Chapeau!
Gleich oben im ersten Beitrag (derzeit im ersten Beitrag) steht ein "ici" - dort auch noch klicken, dann kommt Ihr in ein Fotoalbum absolut sehenswert! Und der Beitrag ist ganz frisch, von heute.





Freitag, 20. Januar 2023

Mein Monatsziel - 2023 - das wären ja nur 12 Stück

 Mein Monatsziel!

Andere haben Wochenziele, ich starte mit einem Monat. Mein quiltiges Ziel vor Augen habe ich mir vorgenommen ein Goal pro Monat zu posten und zu erreichen. Und wenn es April wird bis ich nicht mehr durchhalte ist immerhin schon etwas erreicht. Mir läuft nämlich immer jeglicher Zeitplan einfach davon.

Ziel des Monats: ich nähe fliegende Gänse. Ich "hadere" mit einem Quilt seit locker 20 Jahren, er ist simpel, aber nähaufwendig, und ich hatte schon Stoffe und alles beisammen um sie dann doch wieder für etwas anderes zu verwenden. Kennt Ihr das? Was man nicht gemeinsam wegpackt, das verschwindet in anderen Quilts. Zu guter Letzt habe ich dann auch noch den Bordürenzwischenstreifenstoff anderweitig verwendet und der Quilt war Geschichte.

Also, für Januar eine schaffbare Aufgabe. 50 fliegende Gänse zum Start zu nähen. In eine transparente Box zu packen, zu beschriften, nicht mehr aus den Augen zu lassen.

Bis Ende Januar - oder vorher wann immer ich es geschafft habe :) 



Mittwoch, 18. Januar 2023

Stay at Home Round Robin 2023

 Kennt Ihr das, wenn da plötzlich ein Link auftaucht, es klingt interessant, aber einfach nur hinsehen --- und dann passt es total ins Konzept des neuen Jahres.

Ein Stay at Home Round Robin, jede Runde hat einen anderen Gastgeber und er ist frisch und gerade erst das Zentrum, also die Mitte des Quilts, an der Reihe. 


 Host ist Gail von Quilting Gail, und die Co-Hosts (also die anderen Gastgeber) sind weiter unten gelistet. Alles was Ihr jetzt braucht ist ein Mittelblock und meiner ist schon fertig, hängt an der Designwand und wartet schon einige Zeit darauf was ich bloß mit ihm anstellen werde. Somit ist mir die Verantwortung dafür abgenommen worden, mein Freizeitquilting auf einem neuen Level. Ich lasse bei diesem Quilt andere denken :) Wie nett! 

Die Aufstellung von GAIL für die kommenden Monate - niemand sendet ein Paket herum, jeder näht mit sich selbst am eigenen Quilt.

Sonntag, 20. März 2022

Die Jagd nach dem perfekten Motiv....

... oder wie verliebt man sich in einen Stoff und starrt ihn dann wochenlang an?

Heute war das Ende da, zumindest bin ich ein Stück weiter. Es ist Elefantenstoff von Hoffman Fabrics, den gibt es in rot/grau/schwarz und in blau/türkis gehalten. Ich habe mir, ohne viel über die Größe nachzudenken, ca. einen dreiviertel Meter abgeschnitten vom Ballen und die Beute ins Wochenende mitgenommen. Das war schon vor einiger Zeit, an diesem Wochenende war Ruhe angesagt - und da ich angefangen hatte wie ein Eichhörnchen auf Speed herumzuhüpfen statt wirklich einmal dringendst Ruhe zu geben, was ist passiert? Ich habe Kisten durchwühlt, Kästen geordnet, das kann nicht gut gehen.
Somit kam der Stoff an die Reihe und dabei muss man sich schon ein wenig konzentrieren und vor allem auf einem Fleck bleiben. Ohne Herumjumpen und gedanklichem Dauerstress, was man in einen Tag alles hineinquetschen muss. Man muss nicht. Man darf auch einmal Sonntag haben wie andere auch  - also kommt jetzt ein Mini-Einblick wie man mit diesem großen Themenstoffen umgehen.


Diese Klebestreifen haften nur sehr leicht, es sind Klebeetiketten für Pakete, aus Paketshops, davon haben wir noch ganze Kisten und ab und zu sind sie wirklich sehr praktisch - auch zum Zerschneiden. Rückstandslos am Stoff, und genug Halt, damit man ungefähr Grenzen setzen kann. Denn der Stoff auf einen Blick lässt einen wirklich nicht feststellen, wo man praktischer- und taktischerweise einen Block setzen könnte.
Also Streifen mit ca. Nahtzugabenbreite schneiden, Daumen mal pi, und dann sehen wo man komplette Elefanten schneiden könnte, welche Elefanten später mit Vliesofix unterlegt werden könnten und aufgebügelt werden für andere Projekte, oder bzw. und wo man genügend Zwischenstoff hat um dann auch noch ein Muster zu patchen. Mit der Maschine oder mit der Hand, keine Ahnung.
Nur wenn man überhaupt keine Ahnung hat, wie groß die Blöcke sein könnten, wie viele man hat, wieviele Elefanten größer oder kleiner sind - und das gilt genau so für alle Themenstoffe, egal ob Tiere, ob Kinderstoffe, Naturstoffe, Bouquets etc. - gibt es Stress, und den braucht man wirklich nicht.

So sieht jetzt also mein Stück aus - jetzt wird gemessen wie groß die Blöcke ca. sind, ob sie Verbreiterungen brauchen, was es überhaupt wird, aber mit einer Ahnung bzw. konkreten Maßen kann man etwas anfangen.
Wobei mir der Stoff wahnsinnig gut als Rückseitenstoff gefallen würde, als Wendequilt. Hm, es gibt ihn ja auch noch in Türkis, neuer Quilt, neuer Spaß.
Und heute gibt es das, was hier selten ist -- ein wenig mehr Ruhe. Morgen ist auch noch ein Tag :) 


 

Dienstag, 10. Dezember 2019

Fotodienstag - was liegt am Nähtisch?


Fotodienstag - bei mir liegen seit gestern zwei Testblöcke am Tisch zum Fertigstellen, natürlich sind die Schablonen untergetaucht aber man hat im Block ja noch genug davon. Also herausfriemeln, neu beziehen und die Ecken fertigstellen. Und dann .. mal sehen. Mein Anhäufung von Test- und Probeblöcken ist schlichtweg komplett verrückt, also wird es Zeit bevor es keine fertigen Quilts sondern nur Teststücke für Anleitungen gibt wenigstens zwei zur Vollendung zu bringen  Sie haben es sich verdient 

Sonntag, 3. November 2019

Verona - meine Liebe

Wo begegnet sich Kultur mit Lebensgefühl, wo Freizeit mit Arbeit, wo Geschichte aus Stein mit freiem Himmel? In Verona --- meine Liebe, sobald ich die Stadt betrete bin ich ganz, so prosaisch das jetzt auch klingt. Das ist kein Urlaub, das ist besser als nach Hause kommen. Wenn einen schon der Obsthändler am Eck grüßt, die Verkäuferinnen nicht mehr nach meinen Vorlieben fragen wenn ich schnell mal eine Hose kaufe, und wo der Kellner auf der Piazza Bra einem das riesige Wasser bringt statt der kleinen Gläschen, ohne dass man von seiner Zeitung hätte aufsehen müssen.


Allein schon der Weg zwischen den Häusern, das meiste geht man in der Innenstadt auf uralten Gehwegen aus Marmor, das Geklappere der Schuhe das so ganz anders klingt --- schon beinahe musikalisch. 


Die Abende waren kühl, die Tage brennheiss - bei 30 Grad hatte ich so ziemlich alles falsch eingepackt was man nur falsch greifen kann, und sonst bin ich eher bei den nichtalkoholischen Getränken - aber da gibt es immer eine Ausnahme. Jeden Tag ein Glas Prosecco vor dem Kamin .... obwohl das Stunden vorhält .. und ein gutes Buch. 


Immer wieder etwas Neues - obwohl die Kirche direkt hinter meinem Apartment steht, wo war die bis jetzt? Neu gebaut sieht sie nicht aus, dafür aber fest verschlossen, egal zu welcher Tageszeit. Möglicherweise öffnet sie nur, wenn der Papst persönlich erscheint. 


Spaziergänge sind in Verona so reich an Möglichkeiten, dass es eher heißt "wohin soll ich mich wenden....", diesmal wollte ich - dank der enorm genial erwischten Temperaturen (letzte Oktoberwoche - 30 Grad, durchwegs sonnig) zum Kastell der Skaliger aufmachen und das Museum durchstöbern. Mit richtig viel Zeit! 


Eigentlich genügt es schon von außen, wer also keine Zeit für Kunstschätze hat, der begnügt sich mit den verbliebenen Architekturteilen.


Ein paar Meter alter Straße, fein poliert mit Spurrinnen, vor dem Kastell. Wie lange es wohl braucht solche Furchen in den Marmor zu schleifen durch Fuhrwerke.

Ich hatte - eher versehentlich - einen Schrittzähler am Smartphone dabei, ich habe es geschafft 7.6 km im Kastell abzuzappeln. Unglaublich, oder? In einem Museum, und rundherum.


Die Skaliger hatten sich Fluchtmöglichkeiten geschaffen, gefangen wie die Mäuse in der Falle wollten sie auch nicht sein falls einmal wieder Bevölkerung oder andere nicht freundlich gesinnte Gruppen vor dem Kastell auftauchen würden. Husch husch .... über die Brücke über die Etsch. Sie wird jetzt als Fußgängerbrücke genützt und bietet sensationelle Ausblicke. 


Das Museum - ausgeraubt mit Waffengewalt 2015 von Ukrainern, die Werke (17 Bilder, von Tintoretto bis zu Rubens) wurden nach zwei Jahren über Vermittlung von Putin wieder an das Museum zurückgegeben. Diese Teile ließen sich schwer transportieren, man nahm bei den Bildern auch nur das Beste der Besten. 





So wie sie -- und es ist unglaublich, wie ein Bild einen in die Tiefe ziehen kann. Allein die Malerei der Iris, diese Genauigkeit, die Zeichnung der Muster am Kragen.
Wie stellt man fest, ob es ein Auftragsporträt war, das in der Familie blieb oder eines, das für den Heiratsmarkt bestimmt war? Die Faltenzeichnungen und Spitzenmuster der Gewänder. Huschhusch ... gibt ein Porträt, das statt einem damals nicht vorhandenen Foto losgeschickt wurde. Bilder mit detaillierten Zeichnungen, die blieben im Stammhaus. 


LUFT holen! Lesen, Meditation, Yoga -- Arbeit zwischendurch, aber wenn die Arbeit keine Belastung darstellt, dann ist es auch nicht richtige Arbeit. Oder doch? Da machen wir jetzt keine Sinnfrage daraus.

Eure Roswitha 
.... in dem Blog jetzt ohne Country Rosen, der ist privat ;) 

Freitag, 4. Oktober 2019

Buchtipp - I love houses von Yoko Saito


Neu - für die Sammler der Bücher von Yoko Saito, "I love houses" - und über den Link könnt Ihr einen Blick ins Buch werfen. Erscheint am 1. November! (nur Printversion)

Donnerstag, 19. September 2019

Buchtipp - Roadtrip mit Guru




Buchtipp - warum benimmt sich ein Mann wie ein hypnotisiertes Kaninchen? Würde einem Guru sein Geld überlassen, wenn er denn welches hätte, würde wahrscheinlich auch in die nächste Schlucht springen wenn der gepriesene Heilsbringer es ihm befehlen würde?
Warum also gleiten Menschen in Sekten ab, folgen dubiosen Führern und führen sich auf als hätte man ihnen das Hirn entfernt.
Timm Kruse, Jahrgang 1970, deutscher Journalist, begegnet einem Guru und folgt ihm nach Indien. Und wieder zurück, der Guru braucht Geld und das holt er sich in Europa.
Sehr witzig geschrieben mit einem ernsten Hintergrund erzählt Kruse, wie er offenen Auges und voller Überzeugung bei Guruji gelandet ist. Überzeugendste Stelle in dem autobiographischen Buch ist der Briefwechsel mit seinem Vater.
Es ist kurzweilig, unterhaltsam, wenn man denn nicht auch daran denken würde dass es rundherum Menschen gibt die brainwashed durchs Leben taumeln, und das für alle Zeiten.


Montag, 29. Juli 2019

Wo treibt es die Froschkönigin hin .....

Unlängst ging es ab nach Salzburg - eine Traumstadt, auch für Touristen die man in Salzburg aber nicht in so geballter Menge vorfindet wie in Wien.

Ich poste eher selten wo ich gerade bin, privat sollte privat bleiben und auch wenn man mit einer Firma und Charityprojekten ein teilweise öffentliches Leben hat, alles hat seine Grenzen.


Salzburg war ein Kulturbesuch, Jedermann, was sonst. Es war ein weiter Weg dorthin, ganz sicher nicht in Kilometern sondern in Gedanken. Ein 24Stunden-Trip, voll mit Events, und dann keinen freien Kopf haben am Weg dorthin. Der wollte nicht mitmachen, knapp vorher gab es noch einen Miniunfall der meinem Kopf so rein gar nicht gut getan hat. Kopflastig, leider, durch und durch. Andere verrenken sich ein Knie, einen Knöchel, verknacksen sich einen Finger --- auch alles sehr unangenehm. Aber nein, immer muss mein Kopf daran glauben. Der Dickschädel muss es aushalten.


Erholung in Salzburg war angesagt, das waren Spaziergänge, ein Kaffee hier und dort denn bekanntlich heilt in Österreich ein guter Kaffee so gut wie alles. Und langsam, ganz langsam, ging es hinüber in die Zone, in der man meint man spürt sich wieder. Nicht getrieben, nicht gehetzt, nicht betont langsam als Zeichen für alle anderen man wäre noch ganz ruhig. Nein, richtig relaxt. Und dann kam der Schnürlregen, die Kenner der Regenwelt wissen was gemeint ist. Schnürlgerader Regen, typisch für Salzburg, der dann in einen Nieselregen übergeht, der sanft über die Haut streicht. Definitiv ein Vorteil wenn man sich in einer Hitzeperiode befindet!


Die Gewitterwolken hängen über den Bergen und der ungewollte Ausblick war eine Sensation. Ungewollt, eigentlich wollte ich nur ein paar Stufen in die Höhe um wieder über die Dächer von Salzburg blicken zu können ....
... was auch gelungen ist, viele Stufen in die Höhe und gleichzeitig ein Konditionscheck. Volle Punktezahl, und dann sticht einen der Hafer und es geht weiter und weiter und noch ein paar Meter. Vorbei an Gärten, Miniaturwegen, ab und zu überholt man keuchende Touristen mit Bergausrüstung  -- was ja prinzipiell sehr lobenswert ist! Nur auf der Festung Salzburg vielleicht ein wenig überzogen, wenn einen jemand mit hohen Schuhen und Abendtasche überholt, dann hat es etwas Situationskomisches. "Tschuldigung, ich muss da vorbei!" Stöckel stöckel ..... 


Unser Land ist einfach schön - es ist idyllisch, in Salzburg hat 24 Stunden lang rein nichts meine Aufmerksamkeit gefordert, beinahe unfassbar kitschig. Lebenswert kitschig!

Früher stieg man auch in luftige Höhen zu Fuß, heute hat man auch die Möglichkeit mit einer Bahn zu fahren. Das war dann mein Plan wieder nach unten zu gelangen, ein paar Sekunden steil nach unten, aber vorher noch Ausblick, Einblick, Umblick und das Gefühl weit weg von allem zu sein. Noch rief nichts über den Domplatz nach Jedermann, also gab es Zeit.

Egal wie Salzburg es anstellt außerhalb der derzeitigen Welt zu stehen, es soll noch lange anhalten. Auch abends Ruhe, ein paar wenige Spaziergänger, es ist eine lebenswerte Stadt. Stille die man hören kann. Ein paar Autos ein paar Straßen entfernt, irgendwo lachen ein paar Menschen, es sind Geräusche einer heilen Welt.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Es sockt mich ....

Üblicherweise war mir nach einer Socke so langweilig, dass sie zur Einbeinsocke wurde. Nachdem ich aber einige Stiefeletten besitze die nach Socken regelrecht schreien, um sie überzuschlagen und etwas höher als den Stiefelschaft zu tragen, mussten es also Socken werden.

Und siehe da - sie werden fertig! Auch wenn ich mich selbst austrickse, zwei Teile gleichzeitig stricke und einen Faden vom Knäuel innen und einen von außen nehme. Nur so geht es, anders ist es nach wie vor hoffnungslos.

Jetzt sind gerade dicke Socken aus 8fädiger Merinowolle fertig geworden und ich versuche meine Einträge bei Ravelry halbwegs aktuell zu halten in diesem Jahr. Ja, ich nähe viel und stricke nicht nur, nur abends sehe ich dann schon meine Stiche schlechter und habe keine Vorlieben für strahlende Beleuchtungen abends. Also, ein paar Maschen gehen immer zwischendurch :)

Ich wünsche Euch ein schönes, neues Jahr -- und nicht nur Sockenstricken! Quilten heisst das wahre Zaubertwort :)

Eure Roswitha 



Samstag, 1. Dezember 2018

Weihnachtsmarkt in Budapest

Ganz kurze Auszeit - die wir genutzt haben um in Budapest nicht nur zu schwimmen, das Hotel hat eine eigene Therme die man gerne zusammenfalten, einpacken und mitnehmen würde, denn 38 Grad so alle Stunden einmal in mineralhältigem Thermalwasser und dann ab ins Sportbecken und 20 Minuten schwimmen hat schon etwas von Luxus. Tja, das geht eben leider nicht oft, deswegen nütze man den Augenblick.

Der war auch gegeben weil gleichzeitig der Adventmarkt stattfand, der unter den 10 schönsten Europas rangiert.
Rangieren würde, wenn es nach mir geht. Die Stände selbst sind von einer außerordentlichen Vielfalt, die Produkte qualitativ hochwertig, eigene Erzeugungen und inländische Produkte sind Voraussetzung um sich dort für einen der 100 Stände bewerben zu können.

Nur .... Budapest bekommt einen Stern von fünf möglichen was soziales Miteinander betrifft. Alte Menschen auf der Strasse, ich will jetzt den Beitrag nicht in eine europäische Depression verwandeln nur soviel: wer einen Beitrag über Ungarns Obdachlose im Fernsehen sieht, der sollte genau hinsehen. Und beim nächsten Aufenthalt in Ungarn Care Pakete mitnehmen, wir haben ausgeteilt was wir konnten, was ein so krasses Gegenteil war in einem 5 Sterne Hotel Hygiene-Essens-Bekleidungspakete zu packen, dass der Eindruck wahrscheinlich ein Leben lang anhält.

Tipp des Hotels und eindringlicher Rat -- wir sollten ab 17 Uhr wieder im Hotel sein, kein Wunder. Waren wir auch, freiwillig. Und das sicher nicht wegen der Obdachlosen. Dafür gibt es als sehenswerte Attraktion eine so große Vielfalt an Securitybeamten, dass selbst Italien blass wird bei all den Uniformen und Einheiten die sie fantasievoll kreiert haben. Ungarn kann das besser, jede Rolltreppe bei Strassenbahn und U-Bahn wird bewacht, Militärpolizei (fesche Jungs mit roten Mützen) pirscht durch die Gegend. Alles in allem, ein Besuch der Gegensätze.

Aber zum Markt - der war wirklich eine Sensation. Was hier aussehen wird wie Frischblumen ist Keramik, es gibt Schmuck aus Silber, handgeschöpftes Papier, jede Menge Keramik ... Keramik ... und wieder Keramik. Steingut, Porzellan, Antikes, viel Holz, unglaublich viel Genähtes das zu sehr guten Preisen reissenden Absatz fand. Gestricktes wie Schals und Mützen, insgesamt ist es schon die liebevolle Dekoration. Nicht einfach ein Tisch mit einem weissen Tuch und dann die Artikel lässig darauf gelegt -- sondern es war inszeniert, jeder Verkäufer tat sein Bestes.

Wer nicht dort war kann jetzt einen kleinen Eindruck bekommen ---